Gästebuch

"Die Menschen sind da, um einander zu helfen, und wenn man eines Menschen hilfe in rechten Dingen nötig hat, so muss man ihn dafür ansprechen."
- Jeremias Gotthelf (1797 - 1854)

Werner-Ehrich-Stiftung - für Nienburg

Autor: Wirtschaftsschule Dr. P. Rahn

Eingetragen am: 21.12.10 um 10:01:15

Pressemitteilung vom 06./07.11.2010, BlickPunkt

Blauäugige sind dümmer als Braunäugige
"Blauäugige sind dümmer als Braunäugige", diese Botschaft wurde während eines Seminars Anfang November 2010 32 Schülerinnen und Schülern der Wirtschaftsschule Dr. P. Rahn vermittelt und entsprechend mit ihnen gearbeitet. Nach einem halben Tag wurde diese dis- kriminierende Situation aufgelöst und anhand der eigenen Handlungsweise, egal ob als Braun- oder Blauäugiger festgestellt, wie Alltagsrassismus und Diskriminierungen funktionieren.
Überwiegend Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund wurden anfangs einer braunäugigen Gruppe zugeteilt. Die Blauäugigen wurden mit einem grünen Kragen ausgestattet und für eine lange Zeit in einen Warteraum geschickt, permanent kontrolliert und bewacht von zwei Aufseherinnen, Jutta Seifert-Jammeh und Sabine Sommer. Die Braunäugigen wurden währenddessen darauf vorbereitet, die Blauäugigen so wahrzunehmen und zu behandeln, wie es in Deutschland u. a. Migranten, Frauen oder Homosexuellen ergeht. Es wurde suggeriert, dass Blauäugige eine Reihe von Defiziten hätten, sie seien u. a. langsam, unkonzentriert, emotionaler, könnten schlechter lernen, hätten eine kürzere Aufmerksamkeits-spanne, wollten immer ihre eigenen Regeln durchsetzen und wollten sich nicht anpassen. Sobald die Blauäugigen in den Gemeinschaftsraum geführt wurden, sich auf die unbequemen Stühle in der Mitte zwischen den Braunäugigen niederließen und die ersten unfreundlichen Anweisungen des Trainers Jürgen Schlicher erhielten, schien sich alles zu erfüllen, was den Braunäugigen vorher über die Blauäugigen gesagt wurde. Einschüchterung und widersprüchliche Aufgabenstellungen sorgten dafür, dass die Blauäugigen in dem Seminar die Erfahrungen machten, dass nichts von dem was sie taten, gut genug war. Sie erhielten laufend negative Rückmeldungen, jedes individuelle "Fehlverhalten" eines Blauäugigen wurde pauschalisiert. Verwirrung, Verunsicherung, Aggressivität waren die Folgen auf Seiten der Blauäugigen. Die Braunäugigen hingegen entwickelten ein irrationales und unbegründetes Überlegenheitsgefühl bis hin zu Mitleid. Im zweiten Teil des Seminars wurde die Situation aufgelöst und nach einem gemeinsamen Mittagessen die unterschiedlichen Gefühls- und Wahrnehmungsebenen in beiden Rollen besprochen. Vergleiche zu Diskriminierungssituationen in unserer Gesellschaft, auch den selbst erlebten, wurden gezogen. Es wurde deutlich, dass die Erfahrungen der Blauäugigen an diesem Tag u. a. für Menschen mit Migrationhintergrund in Deutschland den Alltag darstellen. Der Ärger und Scham über die eigene Verhaltensweise als Braunäugiger, die Wut und erfahrene Hilflosigkeit als Blauäugiger wurden abschließend thematisiert. "Diskriminierung funktioniert nur, wenn beide Seiten mitmachen" - so das Fazit einer Schülerin am Ende des Seminars, "nichts tun bedeutet, diskriminierende Verhaltensweisen zu unterstützen".
Ende November fand eine diesbezügliche Nachbesprechung statt. Diese beiden Seminartage wurden von der Lehrkraft Claudia Eckhardt im Rahmen als SOR/SMC (Schule ohne Rassismus/Schule mit Courage) organisiert. Die Rahnschule bedankt sich an dieser Stelle für die Finanzierung über die WERNER-EHRICH-STIFTUNG und dem Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivil-courage (WABE), gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Vielfalt tut gut, Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie". Ein Dank geht auch an die Stadt Nienburg/Weser, die die Räumlichkeiten des Jugendhauses kostenlos zur Verfügung stellte.

Autor: Burkhard Schmädeke

Eingetragen am: 16.11.10 um 13:21:40

 

Sehr geehrte Vorstandsmitglieder,
im Namen der Gemeinde Haßbergen und des Arbeitskreises Dorfchronik bedanke ich mich ganz herzlich für Ihre Spende zur Erstellung unserer Dorfchronik. In mühevoller Kleinarbeit hat der Arbeitskreis Dorfchronik in über 10 Jahren Material gesammelt, dass jetzt von der Oldenburger Autorin Frau Dr. Niehoff zu einer etwa 400 Seiten starken Chronik verfasst wird.
Unser Ziel, die Chronik Ende 2010 in Druck zu geben , lässt sich leider nicht verwirklichen, da die Nachforschungen noch nicht ganz abgeschlossen sind. Der Erscheinungstermin wird sich um ein paar Monate verzögern. Ohne Ihre großzügige Unterstützung hätten wir dieses Projekt, welches auch von der Gemeinde bezuschusst wird, nicht verwirklichen können. Wir freuen uns, unserer Bevölkerung in absehbarer Zeit eine gut lesbare Chronik präsentieren zu können.
Mit freundlichen Grüßen
Ilse Schmädeke und Wolfgang Rumann vom Arbeitskreis sowie
Bürgermeister Burkhard Schmädeke

Autor: Klaas Jerit Witte

Eingetragen am: 25.07.10 um 20:28:10

 

Hallo!

Mein Freiwilligendienstahr in Ghana rückt immer näher und zwei Vorbereitungsseminare liegen hinter mir. Mit viel aufgeregter Freude, aber auch unsicherer Neugier blicke ich auf meine Arbeit in der Schule für Gehörlose im nächsten Jahr.
Vielen Dank für Ihre Förderung, mit der Sie mir diese Erfahrung ermöglichen!

Mit dankenden Grüssen:

Klaas